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<2004-01-06> Datentausch-Dienste-Mini-FAQ

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URL: http://www.sockenseite.de/datentausch-minifaq.txt

Datentausch-Dienste-Mini-FAQ
============================

Eine kurze Einführung in das Filesharing und die Newsgroup
de.alt.comm.datentausch-dienste.

Stand: 6. Januar 2004
Autor: Oliver Ding

Inhalt:
~~~~~~~

1. Worum geht's?

2. Filesharing - Was ist das?

3. Ein kurzer Überblick
3.1 OpenNap
3.1.1 Beschreibung
3.1.2 Clients
      - Napster
      - Napigator
      - WinMX
      - Lopster
      - TekNap
      - AudioGnome
      - AutoNap.pl

3.2 Gnutella
3.2.1 Beschreibung
3.2.2 Clients
      - Limewire
      - Bearshare
      - Gnucleus
      - Morpheus
      - GTK-Gnutella
      - Xolox
      - Shareaza

3.3 FastTrack
3.3.1 Beschreibung
3.3.2 Clients
      - KaZaA
      - KaZaA lite
      - DietKaZa
      - Grokster
      - giFT (*)
      - Neo

3.4 Audiogalaxy
3.4.1 Beschreibung

3.5 Freenet Project
3.5.1 Beschreibung

3.6 eDonkey
3.6.1 Beschreibung
3.6.2 Clients
      - eDonkey
      - ed2k-gtk-gui
      - mldonkey
      - eMule
      - Overnet

3.7 Blubster
3.7.1 Beschreibung
3.7.2 Clients
      - Blubster

3.8 Direct Connect
3.8.1 Beschreibung
2.8.2 Clients
      - Neo-Modus
      - DCTC
      - DC++

3.9 iMesh
3.9.1 Beschreibung

3.10 SoulSeek
3.10.1 Beschreibung (NEU)
3.10.2 Clients
       - SoulSeek (NEU)
       - PySoulseek

3.11 Filetopia
3.11.1 Beschreibung
3.11.2 Clients
       - Filetopia

3.12 BitTorrent
3.12.1 Beschreibung
3.12.2 Clients
       - BitTorrent
       - BitTorrent Experimental Client
       - BT++
       - JTorrent
       - Snark

3.13 Earth Station 5 (*)
3.13.1 Beschreibung (*)
3.13.2 Clients (*)

4. Häufig gestellte Fragen
4.1 Allgemeines
4.1.1 Welche Tauschbörse ist die Beste? (NEU)
4.1.2 Welcher Datentausch-Dienst hat die meisten Nutzer?
4.1.3 Warum kann ich die gesaugten Filme/Songs nicht abspielen?
4.1.4 Wie brenne ich die gesaugten Daten auf CD?
4.1.5 Wie kann ich die gezogenen Audio- bzw. Video-Dateien bearbeiten?
4.1.6 Wo bekomme ich die aktuellsten CODECs her?
4.1.7 Woher kommen die ganzen Fakes?
4.1.8 Warum gibt es all diese Clients nur für Windows?
4.1.9 Was sind Leecher und warum reagiert man so sauer auf diese?
4.1.10 Wie kann ich Filesharing betreiben, wenn man mir die Ports
       gesperrt hat?
4.1.11 Kann ich über das Usenet Musik und Filme tausche0n?
4.1.12 Wie kann ich über IRC Dateien tauschen?
4.1.13 Welche Ports bzw. IP-Ranges benutzt mein Filesharing-Tool?
4.1.14 Wie sehen die rechtlichen Grundlagen des Filesharings aus?
4.1.15 Wer kann mir diese Musikdatei/diesen Film anbieten?
4.1.16 Wie kann ich mir den teilweise heruntergeladenen Film anschauen?
4.1.17 Was bedeuten die ganzen Endungen?
4.1.18 Was wird am häufigsten getauscht?

4.2 Spezielle Netze und Clients
4.2.1 eDonkey
4.2.1.1 Wo bekomme ich frische Serverlisten für den Esel her?
4.2.1.2 Was muß ich tun, um nebenher problemlos surfen zu können?
4.2.1.3 Sollte ich den eDonkey-Bot nutzen?
4.2.1.4 Wie vermeide ich den Download von Fakes?
4.2.1.5 Wie kann ich ein Backup von eDonkey wieder herstellen?
4.2.1.6 Warum funktionieren die e2dk-Links nicht (mehr)?
4.2.1.7 Wie kann ich den Esel mit einer Firewall/einem Router betreiben?
4.2.1.8 Wie komme ich an eine hohe ID?
4.2.1.9 Was bedeutet dieser seltsame Fehler?

4.2.2 FastTrack
4.2.2.1 Gibt es bei FastTrack eine Sicherheitslücke?
4.2.2.2 Wie entferne ich die Spyware aus KaZaA und Grokster?
4.2.2.3 Wie kann ich begonnene Downloads fortsetzen? (NEU)
4.2.2.4 Wie stelle ich die überflüssige Bandbreitennutzung ab?
4.2.2.5 Wie betreibe ich FastTrack-Clients mit einer Firewall?
4.2.2.6 Wie kann ich die Bitraten-Beschränkung auf 128 kbit/s aufheben?
4.2.2.7 Kann ich die Clients mit anderen Systemen statt Windows nutzen?
4.2.2.8 Wie kann ich den Download gefaketer Files vermeiden?
4.2.2.9 Warum stürzt KaZaA unter Windows XP ab?
4.2.2.10 Was hat es mit dem "Participation Level" auf sich?
4.2.2.11 Wie finde ich mit FastTrack-Clients meine Bekannten?

4.2.3 OpenNap
4.2.3.1 Wie bekomme ich neue Serverlisten für meinen OpenNap-Client?

4.2.4 Soulseek
4.2.4.1 Wie kann ich Soulseek mit einem Router betreiben?
4.2.4.2 Warum funktioniert das Resuming nicht richtig?

5. Weitere Links
5.1 Weiterführende Ressourcen (NEU)
5.2 Kritische Auseinandersetzung

6. Sonstiges (*)

Hauptteil:
~~~~~~~~~~

1. Worum geht's?

   de.alt.comm.datentausch-dienste ist eine deutschsprachige Newsgroup,
   die sich mit Datentausch- und Filesharing-Diensten beschäftigt. Es
   geht hier also nicht ums Tauschen von Daten, sondern um Dienste, mit
   denen man Daten tauschen kann. Ein kleiner, feiner Unterschied. :-)

   In der Charta finden wir folgende Beschreibung des Gruppenthemas:

   | Diese Gruppe dient Diskussionen rund um Dienste, die direkte
   | und/oder vermittelte Peer-to-peer-Netzwerke zum Zwecke des
   | Datentauschs bzw. Filesharings nutzen. Thematisiert werden hierbei
   | aktuelle und künftige Entwicklungen, Hilfestellungen zur
   | verwendeten Software sowie alternative Anwendungen dieses
   | Bereiches. Auch technische Probleme, soweit sie die
   | Filesharing-Problematik direkt betreffen, werden hier diskutiert.
   |
   | Nicht Thema der Gruppe ist die Suche nach Musik-, Grafik-, Video-
   | oder anderen Dateien, die mit der Filesharing-Software getauscht
   | werden könnten. Dafür ist die jeweilige Software zu verwenden,
   | nicht das Usenet.

2. Filesharing - Was ist das?

   Das Grundprinzip ist simpel, aber effektiv: jeder Nutzer stellt Files
   auf seiner eigenen Festplatte zur Verfügung, wenn er/sie sich einloggt.
   Im Gegenzug gewinnt man Zugriff auf alle Dateien, die die anderen
   momentan eingeloggten User anbieten. Dieses Prinzip wurde zunächst von
   Napster eingeführt, bald aber von einigen weiteren Programmen
   übernommen, und erreichte ungeahnte Popularität. Man sprach sogar von
   einer "Filesharing-Revolution".

   Im Gegensatz zu diversen Web- oder FTP-Servern, die MP3- oder andere
   Dateien anbieten, haben Filesharing-Clients eine zumeist bequeme
   Oberfläche. Ihre Popularität rührt nicht zuletzt daher, daß sie ein
   stets erreichbares Archiv ohne tote Links bieten.

   Nachdem die Versuche der Plattenindustrie, den Vorreiter Napster
   abzuschalten, zum Aufkauf durch Bertelsmann und einer Umwandlung in
   ein kommerzielles System, das Datentausch auf Basis eines Abonnements
   ermöglicht, führten und die Tauschplattform Scour gar von Microsoft
   geschluckt wurde, bleibt die zukünftige Entwicklung spannend. Das
   Prinzip des Filesharings jedenfalls scheint sich trotz diverser
   Rück- und Nackenschläge nicht mehr aufhalten zu lassen.

3. Ein kurzer Überblick

   Es gibt neben verschiedener Software auch eine Reihe verschiedene
   Protokolle für Netzwerke in denen durch eine direkte oder eine
   vermittelte Peer-to-peer-Verbindung Daten "geteilt" werden. Einen
   groben Eindruck dieser grundlegenden Funktionsweise kann man sich auf
   
   verschaffen. Auch  und
    bieten
   einen ersten Überblick.

    bietet einen umfassenden Überblick über
   die populärsten Clients. Das volle Programm, also Clients, Server und
   weitere Tools zum Tausch von Dateien auf einen Blick, findet sich bei
   . Ein
   ausführlicher Vergleich beliebter Filesharing-Clients ist zudem unter
   
   zu finden. Auch das Webverzeichnis Yahoo widmet diesem Thema unter
   
   eine eigene Kategorie.

   Einen sehr hilfreichen, englischsprachigen Einstieg in die Thematik
   und viele nützliche Informationen zu diversen Filesharing-Clients
   kann man unter  finden.
   Desweiteren findet sich im Netz eine Seminararbeit zur Unterscheidung
   zwischen zentralen und dezentralen Peer-To-Peer-Filesharing-Systemen,
   .

   Diskussionsforen zum Thema sind neben de.alt.comm.datentausch-dienste
   und dem Z-Netz-Brett z-netz.netzwerke.peer-to-peer natürlich auch im
   WWW zu finden. So sind unter ,
   ,
   ,
    oder
   
   einige Möglichkeiten zu finden.

   Wer an englischsprachigen Newsgroups interessiert ist, dem stehen
   neben einigen clientspezifischen Gruppen, die bei der Beschreibung
   der jeweiligen Software erwähnt werden, auch die themenübergreifende
   Newsgroup alt.internet.p2p. Bei alt.peer-to-peer scheint es sich um
   eine Gruppenleiche zu handeln.

   Im Folgenden soll nun ein Überblick über verschiedene Netze und
   Clients, die auf diese Netze zugreifen können, gegeben werden.

3.1 OpenNap

3.1.1 Beschreibung

      Der Datentausch erfolgt nach dem OpenNap-Protokoll über einen
      zentralen Server, zu dem die Nutzer eine Verbindung herstellen
      und zu dem sie die Daten ihrer zu tauschenden Files übermitteln.
      Kommt nun eine Anfrage von einem anderen über diesen Server
      eingewählten Nutzer, vermittelt der Zentralserver eine Verbindung
      zwischen den beiden Rechnern und erlaubt so den Datentausch. Eine
      Direktverbindung zwischen den beiden beteiligten Rechnern kommt
      hier aber nicht zustande, weswegen man auch von vermittelten
      Peer-to-Peer-Verbindungen spricht.

      Eine Spezifikation des OpenNap-Protokolls findet sich übrigens
      unter .

      Die OpenNap-Server sind oftmals zu Netzen wie der ehemaligen Napster
      Music Community zusammengeschlossen, die untereinander die Daten
      ihrer Nutzer austauschen und so quervermitteln können. Listen
      solcher OpenNap-Netze und der jeweils aktiven Rechner sind unter
       zu finden. Mit der Software
      von Napigator (siehe unten) kann zudem eine entsprechende Liste
      zum Import in andere Clients erstellt werden.

3.1.2 Clients

      Wegen der großen Zahl von Clients, die während des Booms von
      Napster aus dem Boden schossen, kann diese Liste keinen Anspruch
      auf Vollständigkeit erheben. Eine Übersicht über ausgewählte
      Clients bietet .

      Napster
      -------

      Napster war Vorreiter der Entwicklung und sorgte mit seiner
      Funktionsweise für einen ähnlichen Aufruhr in der Musikbranche
      wie einige Zeit zuvor der MP3-Player WinAmp. Neben begeisterten
      Fans (Napster sprach zu Spitzenzeiten von über 30 Millionen
      registrierten Nutzern) gab es auch erbitterte Feinde, die das
      Unternehmen Napster mit Gerichtsprozessen überzogen.

      Die umstritten Rechtslage führte schließlich dazu, daß der
      Bertelsmann-Konzern sich bei Napster einkaufte, um die Software in
      ein kommerziell nutzbares Modell umzuwandeln, dessen Einführung
      ursprünglich für den Juli 2001 angekündigt war, sich aber immer
      wieder verzögerte. Im September 2002 erklärte schließlich ein
      amerikanischer Richter die Übernahme Napsters durch Bertelsmann,
      die letztlich der einzige verbliebene Interessent waren, wegen
      eines Interessenskonflikts des ehemaligen Bertelsmann-Mitarbeiters
      Konrad Hilbers, der seit dem Einstieg Bertelsmanns bei Napster
      als Chef der einstigen Musik-Revolutionäre agierte, für ungültig
      (vgl. ).
      Damit war der Untergang des ehemaligen Filesharing-Pioniers
      endgültig besiegelt.

      Unter der Adresse  findet man zur Zeit
      neben dem alten Logo noch den Spruch "Napster was here" (vgl.
      ).

      Napigator
      ---------

      Eine Plattform, die sich die Funktionsweise von Napster zu Nutzen
      gemacht hat, ist Napigator. Das unter 
      erhältliche Programm setzt auf Napster auf, listet aber statt der
      Napster-Server verschiedene Netzwerke auf, die nach dem OpenNap-
      Protokoll funktionieren, und statt der Server von Napster in die
      Software eingebunden werden können. Anleitungen sind im Netz unter
      
      und  zu finden.

      Weitere Informationen bietet Abschnitt 4.2.3.1 an.

      WinMX:
      ------

      Während man mit Napster und dem Napigator jeweils nur einen
      Server bzw. ein Netzwerk ansteuern kann, geht das unter
       erhältliche WinMX einen anderen Weg. Die
      Software greift nämlich parallel auf gleich mehrere verschiedene
      Netze zu, um so die Suchmöglichkeiten zu vergrößern.

      Die Oberfläche von WinMX ist mit der von Napster vergleichbar,
      bietet aber neben erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten auch
      die Möglichkeit für mehrere parallele Fenster zu Suche. Zudem
      unterstützt WinMX die Wiederaufnahme von abgebrochenen oder
      fehlgeschlagenen Downloads. Zusätzlich kann mittels WinMX nach
      beliebigen Arten von Files gesucht werden, so daß man nicht auf
      MP3-Dateien limitiert ist.

      Nachdem frühe Versionen als Server-Leeches verschrien waren,
      weil man sich automatisch bei Dutzenden von Server gleichzeitig
      anmeldete und so oftmals für eine Überlastung dieser Server
      sorgte, wurde in jüngeren Versionen das Server-Management deutlich
      verbessert. Nun können die einzelnen Netzwerke anhand ihrer
      Kapazität unterschieden werden, um auf diese Weise kleinere Server
      zu entlasten.

      Gleichzeitig bietet WinMX aber seit V2.5 Zugriff auf ein Netzwerk,
      welches nach einem eigenen Peer-To-Peer-Protokoll, dem WinMX Peer
      Networking Protocol, funktioniert und als eigene Alternative zu
      OpenNap etabliert werden soll. Einige Erläuterungen zu WPNP hält
       bereit.

      Mit der dritten Programmgeneration unterstützt WinmMX auch die
      Möglichkeit zu Multi-Source-Downloads und zur automatischen
      Fertigstellung der Downloads mittels AutoComplete.

      Mit alt.music.mp3.winmx steht seit einer Weile auch für WinMX
      eine eigene, englischsprachige Newsgroup zur Verfügung. Weitere
      Hilfe findet sich bei ,
      ,
       und schließlich bei
      .

       bietet eine
      Fülle von hilfreichen Tools und Hinweise zu WinMX. Weitere
      Informationen dazu bieten Abschnitt 4.2.3.1 und die WinMX-FAQ
      unter  an.

      Für deutsche Hilfestellungen sind  und
       gute Anlaufstellen. An
      ersterer Stelle befindet sich auch ein deutschsprachiges Forum zu
      WinMX, während letztere ein deutsche Sprachdatei für WinMX (vgl.
      )
      zu bieten hat.

      Lopster
      -------

      Nachdem oben vornehmlich die Windows-Fraktion bedient wurde, soll
      auch ein Blick auf einen populären Napster-Clone für Linux geworfen
      werden. Lopster, , ist ein freier
      Client für OpenNap-Netzwerke, der in C und gtk+ geschrieben wurde.
      Die Software verbindet sich zwar gleichzeitig nur mit einem Server,
      den man sich z.B. aus der Liste von Napigator heraussuchen kann,
      entschädigt aber dafür durch seine vielen zusätzlichen Funktionen.

      So verfügt Lopster z.B. über eine ausführliche Statistik (Traffic,
      Upload-Liste etc.), einen komfortablen Bandbreiten-Manager, der für
      jeden User einzeln einstellbar ist und ein raffiniertes Resuming,
      bei dem sich bei Übertragungsfehlern das bisherige Ende eines Files
      kürzen läßt. Desweiteren unterstützt Lopster DCC (Direct Data
      Transfer), ausführliche Logfiles, die direkte Verwaltung von
      MIME-Typen und dadurch eine Vielzahl verschiedener Dateitypen.

      In der CVS-Version sind auch Verbindungen zu mehreren OpenNap-
      Netzen gleichzeitig und parallele Downloads von verschiedenen
      Quellen möglich. Der anfänglich ebenfalls funktionierende Versuch,
      auch auf das ursprünglich von WinMX eingeführte WPNP-Netzwerk
      zuzugreifen, wurde mittlerweile von der Gegenstelle unterbunden.

      Unter  wird übrigens
      gerade der Versuch unternommen, Lopster nach Windows zu portieren.
      Winlop stellt eine Zusammenarbeit der Entwickler zweier im Alpha-
      Stadium vorliegender Portierungen, eine brauchbare Windows-Version
      zu entwicklen.

      TekNap
      ------

      Der Konsolenclient TekNap, , basiert auf
      einem bekannten IRC-Client namens BitchX. Dies verschafft TekNap
      umfangsreiche Scripting-Fähigkeiten, mit deren Hilfe der Benutzer
      deutlich umfassender auf OpenNap-Server zugreifen kann, als mit
      fast allen anderen verfügbaren Clients.

      Neben einer umfassenden eingebauten Hilfsfunktion, welche man über
      das Kommando "/help" erreicht, bietet die TekNap-Website mehrere
      ausführliche Hilfe an. Über 
      erreicht man die Online-Hilfe, während sich die TekNap-FAQ unter
       finden läßt. Dazu gibt
      es ein Benutzerforum, das über 
      zu erreichen ist. Zudem kann im OpenNap-Channel TekNap mit
      kompetenter Hilfe gerechnet werden.

      Das Funktions-"Monster" TekNap ist für mehrere Betriebssysteme
      erhältlich: Linux, BSDi, FreeBSD, MacOS, Solaris, Windows, OS/2
      und HPUX, für die es neben den Sources auch verschiedene Binaries
      gibt.

      AudioGnome
      ----------

      AudioGnome ist ein Freeware-Client, der unter Windows läuft. Er
      bietet, ähnlich wie WinMX, an, mit mehreren Servern gleichzeitig
      verbunden zu werden. Dabei ermöglicht die Software eine
      differenzierte Verwaltung der Server, unter anderem auch über die
      Möglichkeit verschiedener Benutzernamenprofile. Das Resuming von
      Downloads wird unterstützt. Zudem kann festgelegt werden, wieviele
      Up- und Downloads gleichzeitig zugelassen werden sollen, was sich
      pro Benutzer oder auch insgesamt festlegen läßt. Die maximale
      Übertragungsgeschwindigkeit für jeden einzelnen Up- und Download
      kann ebenso festgelegt werden. Allerdings ist die Bedienoberfläche
      ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Download der Software ist unter
       möglich, während unter der Adresse
       einige, nicht unbedingt aktuelle Infos
      zu finden sind.

      AutoNap.pl
      ----------

      Wer es spartanisch, aber dafür plattformunabhängig mag, wird evtl.
      mit AutoNap.pl, einem OpenNap-Client, der als reines Perl-Programm
      existiert, glücklich. Diese Software, die unter der GPL steht, ist
      bei  erhältlich. Eine
      detaillierte Übersicht zur Funktionsweise von AutoNap.pl bietet
       an.

3.2 Gnutella

3.2.1 Beschreibung

      Gnutella funktioniert ohne zentralen Server. Jeder Rechner, auf
      dem das Programm läuft, sucht sich ein paar benachbarte
      Computer (sogenannte Friends), die wiederum mit weiteren Rechnern
      verbunden sind. Dadurch entsteht ein Netzwerk, durch das die
      Suchanfragen geschickt werden können. Die zugrundeliegende
      Philosophie wird im Gnutella-Manifest ausgedrückt, welche z.B.
      unter  zu finden ist.

      Die meisten sogenannten Gnutella-Nodes sind nicht permanent im
      Internet und müssen sich bei erneuten Einwahl erst wieder
      Anschluss an ein Gnutella-Netzwerk suchen. Dies gelingt gerade
      Anfängern beim originalen Gnutella nicht immer auf Anhieb, weshalb
      sie sich danach anderen Systemen zuwenden. Um diesen Vorgang zu
      vereinfachen, gibt es sogenannte Hostscaches, die sich unter
      router.limewire.com, gnutellahosts.com oder gnutella.hostscache.com
      befinden, und es heutzutage leicht machen, Anschluß zu finden.

      Das originale Gnutella  von Nullsoft
      ist leider niemals über das Beta-Stadium hinausgekommen. Die
      letzte Version ist die 0.50a, absolut unfertig und deswegen auch
      nicht zu empfehlen.

      Weil Nullsoft die Weiterentwicklung aufgegeben hat, die Gnutella
      zugrundeliegende Idee aber so gut war, wurden alsbald andere
      Programme entwickelt, die auf dem gleichen Protokoll (vgl.
      ) fußen. Erweitert
      wird dieses Protokoll über eine Mailingliste, über welche man sich
      unter  informieren kann.

      Über die grundlegende Nutzung dieses Netzwerkes informiert eine FAQ
      unter . Im
      Weiteren soll nun auf die verschiedenen Clients eingegangen
      werden.

3.2.2 Clients

      Die Clients Bearshare und Limewire sind die zur Zeit am weitesten
      verbreiteten Programme zum Zugriff auf das Gnutella-Netz. Zwischen
      Anhängern der einen oder der anderen Software finden in der
      Newsgroup alt.gnutella regelmäßig heilige Kriege statt. Eine
      Übersicht auch über andere ausgewählte Clients bekommt man unter
      .

      Limewire:
      ---------

      Das mittlerweile der GNU-Lizenz unterliegende Limewire ist dank
      einer Programmierung in Java auf allen gängigen Plattformen
      lauffähig. Es läßt sich intuitiv bedienen und läuft dabei sehr
      stabil. Die Java-Programmierung, die es auf so vielen Systemen
      funktionsfähig macht, benötigt allerdings auch viel Rechenzeit und
      so kann Limewire auf alten Computern sehr träge sein.

      Downloads sind bei 
      möglich. Weiterführende Informationen zu Limewire gibt es unter
      . Unter 
      gibt es auch einen Einblick mit weiterführenden Links in deutscher
      Sprache.

      Seit Version 2.2 unterstützt Limewire übrigens auch segmentierte
      Downloads, wie man sie von FastTrack und eDonkey bereits kennt.
      Unter  kann man
      diese und andere technische Hintergrunde von der Software
      studieren.

      Da die im Netz zu findenden Versionen oft spywaredurchsetzt sind,
      empfiehlt es sich, sich seine Limewire-Version anhand der Sourcen
      von  selber zu
      kompilieren.

      BearShare:
      ----------

      BearShare kommt im üblichen Windows-Look-and-Feel, man findet
      sich dort also direkt zurecht. Es läuft stabil, ist leicht zu
      bedienen und belastet die CPU nicht so sehr wie Limewire.
      Der Haken ist allerdings, daß BearShare den User mit ständigen
      Werbeeinblenungen auf die Probe stellt und zu allem Überfluß
      noch sogenannte 'Spyware' mitbringt. In den aktuellen Versionen
      wird man wenigstens vor die Wahl gestellt, ob man diese denn
      installieren möchte. Diese Software gibt es unter
      .

      Gnucleus:
      ---------

      Gnucleus, , ist ein Open-Source-
      Projekt. Mit einer Oberfläche à la Xnews oder Pmail ist das äußere
      Erscheinungsbild nicht besonders ansprechend. Die Software verfügt
      aber über weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten und besitzt
      zudem einen integrierten IRC-Chat. Wer sich aber vom ersten
      Eindruck nicht abschrecken läßt, kann in Gnucleus eine potente
      Software finden.

      Morpheus
      --------

      Morpheus fußt mittlerweile auf der Technologie von Gnutella, mit
      all ihren Stärken und Schwächen. Die zunächst erhältliche "Preview
      Edition" ließ allerdings einige der liebgewonnenen Features des
      FastTrack-Netzes vermissen. Nach einiger Zeit bot die überfällige
      Version 2.0 auch das gewohnte Multi-Source-Downloading wieder an,
      das mittlerweile auch Einzug ins Gnutella-Netz erhalten hat. Dazu
      gibt es File-Bundling und die Möglichkeit zur Metadata-Eingabe.

      Downloads der Software sind über 
      möglich. Die für mit Gnutella Unerfahrene nötigen Supportseiten
      befinden sich unter . Bei
       ist eine FAQ zu
      finden. Mit 
      existiert schließlich auch ein deutschsprachiges Forum zu
      Morpheus. Die englischsprachige Newsgroup alt.music.mp3.morpheus
      steht ebenfalls zur Verfügung.

      Für die Zukunft ist zum einen eine Version für den Mac, sowie eine
      aufgebohrte Unterstützung des Gnutella-Netzes geplant. Desweiteren
      plant Musiccity die Einführung des Digital Rights Managements, um
      die Rechte der Künstler besser schützen zu können. Da Morpheus
      mittlerweile Open Source geworden ist, sollte die weitere
      Entwicklung des nun auf Jtella, ,
      basierenden Clients durchaus spannend werden. Einige Anmerkungen
      sind bereits unter 
      zu finden.

      GTK-Gnutella:
      -------------

      Diese unter  erhältliche
      Linux-Variante von Gnutella, welche momentan noch fast genauso
      aussieht wie die Originalversion von ,
      kann einige zusätzliche Funktionen anbieten. Nach einer längeren
      Pause wird auch wieder fleißig am Code gearbeitet. Selbst die wie
      beim Vorbild etwas angestaubte GUI ist in Arbeit. Alles in allem
      ist GTK-Gnutella ein guter Clon, der wenig Resourcen verbraucht.

      Xolox:
      ------

      Xolox ist ein weiterer Gnutella-Client modernerer Bauart, der in
      der aktuellen Version segmentierte Downloads, AutoComplete und
      AutoResume anbietet. Der angeblich spywarefreie Client ist unter
       erhältlich. Einen User Guide gibt es bei
      , wohingegen eine FAQ unter
       zu finden ist.

      Shareaza:
      ---------

      Der aufgehende Stern am Gnutella-Himmel ist Shareaza, welches bei
       erhältlich ist. Der Client
      ist frei von Werbung und Spyware und unterstützt die üblichen
      Luxus-Features: Multiple Quellen, automatisches Requerying und
      die Wiederaufnahme unterbrochener Downloads werden ebenso ganz
      selbstverständlich unterstützt wir Ultrapeering und volle Browser-
      und URL-Integration. Zusammen mit einer aufgefeilten und
      einsteigerfreundlichen Bedienung und komfortabler Konfiguration
      erfreut sich dieser Windows-Client wachsender Beliebtheit. Über
      weitere Features klärt  auf, und
       hält eine passende FAQ bereit.

      Neuerdings unterstützt Shareaza neben Gnutella und Gnutella2 auch
      Zugriff auf die Netzwerke eDonkey/Overnet (siehe Abschnitt 3.6)
      und BitTorrent (siehe Abschnitt 3.12).

3.3 FastTrack

3.3.1 Beschreibung

      Das derzeit trotz des unschönen Abgangs von Morpheus wohl immer
      noch populärste Filesharing-Netz dürfte das sein, welches von der
      Firma FastTrack, , entwickelt wurde.
      Diese Technologie, der FastTrack P2P Stack, wurde zunächst in
      FastTracks eigenem Client, dem KaZaA Media Desktop, eingesetzt und
      kam vor allem durch das mittlerweile zu Gnutella gewechselte
      Morpheus, , zu einigem Ruhm. Derzeit
      hat anscheinend wieder KaZaA, , die Nase
      vorn.

      Der große Vorteil, den die zugrundeliegende Technik bietet, ist
      die Möglichkeit, einen Download parallel von mehreren Nutzern
      gleichzeitig durchzuführen, wobei stets unterschiedliche Teile der
      Datei heruntergeladen werden. Dies kann gerade bei niedrigen
      Downloadraten die Geschwindigkeit des Herunterladens mitunter
      enorm erhöhen. Die Einfachheit der Benutzerführung erklären
      zusätzlich die große Popularität, welche natürlich auch das zu
      findende Angebot quantitativ beeinflußt.

      Ein mehrsprachiges Portal mit Hilfestellungen zu den diversen
      FastTrack-Clients ist unter  zu
      finden. Unter  findet man
      einen speziellen, englischsprachigen Kurs durch dieses Netz.

      Wer sich für die technische Seite interessiert, kann nähere
      Informationen zum von FastTrack genutzten Protokoll bei
       finden. Auf der
      gleichen Website, , findet man
      auch Informationen zu den genutzten HTTP-Kommandos, zu speziellen
      Einträgen in der Windows-Registrierung und zu den Formaten der
      .dat- bzw. .dbb-Files.

      Einige häufig gestellte Fragen zum FastTrack-Netz und den dort
      eingesetzten Clients werden auch in Abschnitt 4.2.2 beantwortet.

3.3.2 Clients

      KaZaA
      -----

      Nach dem Ausscheiden von Morpheus aus dem FastTrack-Netz stellt
      KaZaA den derzeitigen Protagonisten des Datentausches dar. Seit
      dem Verkauf an Sharman Networks hat sich allerdings einiges auf
      der dortigen Website getan. So sind derzeit weder die Foren, noch
      die fremdsprachigen Versionen des Clients verfügbar, was aber nach
      Aussage der Betreiber in Kürze geändert werden soll. Währenddessen

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